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MeenzJetzt ist es doch passiert – drei große Neuheiten sind in mein Leben getreten: neue Stadt, neuer Job, neue Adresse! Deswegen herrschte hier in den letzten drei Monaten auch gähnende Leere, was neue Posts anging. Das hat jetzt hoffentlich ein Ende, Ideen gibt es jedenfalls wieder genug und die Zeit, sie umzusetzen, ist auch in Sicht. Aber noch einmal zurück zu den Neuheiten: Es hat mich also von der einen Domstadt in die andere verschlagen, von der Fastnachtshochburg in die Karnevalszentrale. Außerdem vom ZDF zum WDR, von Online zu TV. Alles schon spannend genug. Aber weil auch blogmäßig so lange nichts passiert ist, wollte ich etwas verändern. Also habe ich mich jetzt für eine eigene Domain entschieden: http://hummelnimhaar.com ist die neue (und alte) Adresse, unter der es bald wieder Bilder und Texte gibt. Bis dahin viel Spaß mit einem Song, der mich die letzten Monate begleitet und mein Leben ganz gut beschrieben hat.

Kölle It finally happened – three novelties entered my life: new city, new job, new address. This is why there weren’t any new posts on this blog for the past three months. I hope the dry spell is over, I have a lot of new ideas and hopefully enough time to bring them alive. But let’s get back to the novelties: I moved from one cathedral city to another, from the centre of Fastnacht to the hot spot of Karneval. Moreover from ZDF (Second German Television) to WDR (West German Broadcasting), from online to TV section. That’s already very exciting. But since not much has happened lately blogwise, I wanted to change something. So I decided to get my own domain: http://hummelnimhaar.com is the new (and old) address to soon find pictures and texts. Until then have fun with a song that stuck with me for the past months and summed up my life pretty accurately.

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Flohmarkt_1Bald bin ich hier weg und woanders. Deswegen ist es an der Zeit, mal ordentlich auszumisten und Zeug zu verscherbeln. Wegschmeißen ist für mich dabei allerdings keine Option, deswegen bleiben nur zwei Möglichkeiten: verkaufen oder verschenken. Das sind gute und schöne Möglichkeiten, die ich an dieser Stelle einmal gebündelt wiedergeben möchte.

Ersteres haben wir am Samstag ausprobiert. Beim Mainzer Krempelmarkt haben wir unseren mehr oder weniger abgedrehten Besitz zum Verkauf angeboten, darunter eine Button-Maschine, ein flauschiger Bademantel und ein River Phoenix-Fotobuch. Leider wurden wir die beiden letzteren nicht los, ansonsten hatten wir aber einen sehr erfolgreichen, sehr spannenden Samstag mit rund 480 Euro Einnahmen. Ein Stand mit vier Metern Länge kostet 25 Euro, ein Parkticket fünf Euro.

Das war Top:

• Nette Gespräche und Verhandlungsfreudigkeit (bei den meisten Leuten jedenfalls)

• Klamotten, Schmuck, Filme und CDs gingen super

• Blick auf den Rhein

• Sogar bis zum Ende um 16:00 Uhr kamen noch Leute und haben etwas gekauft

Das war Flop:

• Einmal auf dem Parkplatz kommt man so schnell erstmal nicht wieder runter, um eine zweite Fuhre Zeug einzuladen

• Viel Staub vom sandigen Gehweg an Gesicht und Körper, was irgendwann echt unangenehm war

• Überaus sozial untalentierte Flohmarktleitung vor Ort

Flohmarkt_2Über den erfolgreichen Verkauf der DVDs und CDs habe ich mich wirklich gewundert. Hätte nicht gedacht, dass an diesen Medien noch soviel Interesse besteht. Alles bin ich dabei leider nicht losgeworden, aber dafür gibt es andere Abnehmer: Bei Booklooker oder Momox kann man seine alten Bücher, Filme und Musikscheiben verscherbeln, wobei ersteres nur als Vermittlungsplattform zwischen Interessenten und Verkäufern funktioniert, zweiteres alle Medien für einen jeweiligen Preis ankauft und weiterverwertet.

Möchte man seinen Besitz lieber untentgeltlich loswerden oder reicht die Qualität zum Verkaufen nicht mehr aus, gibt es genug Möglichkeiten zum Spenden. Bücher wird man beispielsweise beim Oxfam, in den öffentlichen Bücherschränken (z.B. am Feldbergplatz und vor der vhs) oder beim Lomo los. Hier habe ich sogar einen Kaffee für meine Spende spendiert bekommen und mich dabei in ein eher schlechtes Buch vertieft. Hoffentlich werden meine gespendeten Bücher für bessere Pausen sorgen.

Mit Klamotten ist die Spende ja so eine Sache. Im Altkleidercontainer landet von mir wirklich nur noch das, was zum Wegschmeißen knapp zu schade ist. Am unterhaltsamsten sind natürlich Kleidertauschpartys unter Freunden, weil man dabei seine abgelegten Klamotten an geliebte Menschen weitergibt. Auch die Tauschpartys von Meenz Global sind eine gute Gelegenheit, den Kleiderschrank auszumisten. Es gibt aber auch eine Handvoll Vereine, die sich über aussortierte Kleidung freuen. Hier ist natürlich wieder Oxfam zu nennen, der gut erreichbar in der Mainzer Altstadt liegt und saisonal passende Spenden annimmt. Weitere Spendemöglichkeiten sind die Kleiderkammer des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Secondhand-Shop des Verbands zur Zusammenarbeit mit Osteuropa.

Wer dann seinen Kram noch nicht losgeworden ist, der sollte ohnehin sein Kaufverhalten überdenken!

Zollhafen_MainzEs ist endlich Sommer draußen! Obwohl ich selbst ja eher ein Winterfreund bin und lieber die Kühle als die Hitze mag, bin ich bis jetzt doch schwer begeistert vom warmen Wetter. Es gibt dabei eigentlich nichts Schöneres, als sich mit netten Menschen und einem kühlen Bierchen an den Rhein zu setzen und den Sonnenuntergang zu beobachten. Oder… man setzt sich vors heimische Kino und schaut sich den Sommer im Film an.

Es gibt Weihnachtsfilme und Winterfilme, aber geschwitzt wird im Kino viel zu selten. Und darüber gesprochen wird erst recht nicht. Ich hatte zwar mal ein Seminar zur Atmosphäre im Film, da ging es wirklich auch ums Wetter, aber die Art wie dort über Wolken und Winde diskutiert wurde, passte irgendwie auch nicht so ganz zum Sommer. Dabei existieren doch Filme, die Schwüle, Badengehen und lange Abende nicht nur abbilden, sondern auch dieses ganz bestimmte Gefühl, welches es nur im Sommer gibt, zum Thema machen. Die Süddeutsche hatte letztes Jahr auf ihrer Website eine Sammlung Sommerfilme gepostet, deren Auswahl ich aber ziemlich willkürlich fand. Hier daher meine persönlichen Lieblingssommerfilme, ohne Hierarchie, versteht sich.

Do The Right Thing (USA 1989, R: Spike Lee)

„And that is the truth, Ruth!“ Im New York der späten 80er kochen nicht nur die Temperaturen hoch, sondern auch die kulturellen Unterschiede, die sich im extraheißen Melting Pot der Stadt treffen.

Sommer vorm Balkon (Deutschland 2007, R: Andreas Dresen)

Kaum ein Film beschreibt schöner, wie der Sommer in Berlin zwischen absolutem Hochgefühl und dunklen Regenwolken pendeln kann. Und wieder funktioniert Dresens Blick für die kleinen Geschichten in der großen Stadt.

Days of Heaven (In der Glut des Südens, USA 1978, R: Terrence Malick)

Dieser Film lebt vom Sonnenuntergang, vom Getreide, das sich auf den Feldern wiegt und vom Schweiß, der den Arbeitern nach einem langen Tag im Gesicht klebt. Poetisch und melancholisch. Typisch Malick eben.

Alle Anderen (Deutschland 2009, R: Maren Ade)

Der Deutschen liebste Jahreszeit – der Urlaub – kann ganz schön ausarten, wenn man sich fernab von Zuhause mit allen den Problemchen und Problemen konfrontiert sieht, die sonst im Dunst des Alltags untergehen.

Les amants (Die Liebenden, Frankreich 1958, R: Louis Malle)

Ein Geniestreich von Malle, der hier mit konventionellen Werten bricht. Ab Minute 56 gibt es eine der schönsten Liebesszenen des Kinos in einer milden Sommernacht, mit ganz viel savoir vivre.

The Virgin Suicides (USA 1999, R: Sofia Coppola)

Something completely out of touch with reality. Das ist dieser Film wohl. Lichtreflexe und Pastellfarben haben einen entscheidenen Anteil daran, diese unwirkliche Sommerwelt amerikanischer Vororte zu beschreiben. Immer noch mein liebster Film von Sofia Coppola.

Mitfahrer (Deutschland 2004, R: Nicolai Albrecht)

Im Sommer ist man potentiell mehr auf Straßen unterwegs, in den Urlaub, an den Badesee, ans Meer. Dabei kann es ganz schön anstrengend sein, in so einer viel zu heißen Blechkiste festzusitzen, noch dazu mit Fremden. Kitschiger Untertitel, aber ein gelungener deutscher Film.

fastnacht_2013_01Rosenmontag – gefeiert! Faschingsdienstag – geschlafen! Aschermittwoch – gearbeitet! Kreppel/Pfannkuchen/Berliner und jeden Menge Spundekäs, Sekt und nochmals Sekt, Kamelle und auch Schwammtücher, die vom Himmel regneten. Poison Ivy, Piratin, Banana Man und der Brokkoli entern Mainz, auf den Wägen wird Politik gedroschen, aber keine Schavan. Schwellköpp und schlechte Musik, Polonaise geht am Ende immer.

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