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Schlagwort-Archive: Köln

Gerade ist es wirklich sehr schön und sehr schwierig in meinem Leben. Schön, weil ich in einer klasse Stadt mit einem tollen Partner wohne, viel lerne, interessante Menschen treffe und anregende Gespräche führe. Schwierig, weil mir die Zeit fehlt, darüber zu schreiben. Dabei bewegt mich gerade jetzt sehr viel. Ich war vorher noch nie so konkret mit Klischees über und der Ugleichbehandlung von Frauen konfrontiert (spürbar am eigenen Leib und in vielen Konzepten, die ich lese). Ich habe eine neue Stufe in meinem Berufsleben erklommen, auf der ich mich erstmal (und das auch nur vorübergehend) positionieren muss. Ich verstehe den Fernseh- und Medienmarkt besser und weiß, dass ich (trotz aller Prekarität) hier richtig bin. Ich werde bald 30.

Und weil mir zwischen all diesen Dingen die Zeit fehlt, das alles für mich und euch erfüllend aufzuschreiben, werde ich die Hummeln erstmal ruhen lassen. Was nicht heißt, dass ich das Blog aufgebe. Eigentlich suche ich gerade nur nach einer passenderen Form des Textes für meine aktuelle Lebensrealität. Manchmal drängt es mich sehr dahin, ein Watchblog zu gründen. Manchmal möchte ich visueller kommunizieren. Dann wieder fließt der lange Text aus mir …

Solange ich weg bin, bin ich hier: auf Twitter, Instagram, Tumblr und Xing. Schaut vorbei, wir sehen uns.

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MeenzJetzt ist es doch passiert – drei große Neuheiten sind in mein Leben getreten: neue Stadt, neuer Job, neue Adresse! Deswegen herrschte hier in den letzten drei Monaten auch gähnende Leere, was neue Posts anging. Das hat jetzt hoffentlich ein Ende, Ideen gibt es jedenfalls wieder genug und die Zeit, sie umzusetzen, ist auch in Sicht. Aber noch einmal zurück zu den Neuheiten: Es hat mich also von der einen Domstadt in die andere verschlagen, von der Fastnachtshochburg in die Karnevalszentrale. Außerdem vom ZDF zum WDR, von Online zu TV. Alles schon spannend genug. Aber weil auch blogmäßig so lange nichts passiert ist, wollte ich etwas verändern. Also habe ich mich jetzt für eine eigene Domain entschieden: http://hummelnimhaar.com ist die neue (und alte) Adresse, unter der es bald wieder Bilder und Texte gibt. Bis dahin viel Spaß mit einem Song, der mich die letzten Monate begleitet und mein Leben ganz gut beschrieben hat.

Kölle It finally happened – three novelties entered my life: new city, new job, new address. This is why there weren’t any new posts on this blog for the past three months. I hope the dry spell is over, I have a lot of new ideas and hopefully enough time to bring them alive. But let’s get back to the novelties: I moved from one cathedral city to another, from the centre of Fastnacht to the hot spot of Karneval. Moreover from ZDF (Second German Television) to WDR (West German Broadcasting), from online to TV section. That’s already very exciting. But since not much has happened lately blogwise, I wanted to change something. So I decided to get my own domain: http://hummelnimhaar.com is the new (and old) address to soon find pictures and texts. Until then have fun with a song that stuck with me for the past months and summed up my life pretty accurately.

Was macht Schmuck zu Schmuck und wann wird er Teil der Kleidung, wann Teil des Körpers? Ist eine Kette ein Fremdkörper, der sich um unseren Hals schlingt, oder kann sie selbst zum Element des Trägers werden? Wie veränderlich ist ein Schmuckstück und nehmen wir es dadurch verschiedenartig am Körper war oder verändert sich der Körper mit dem Schmuck?

Meine liebe Freundin Jana aus Köln ist Schmuckdesignerin und setzt sich mit den Schnittstellen von Schmuck und Kleidung, Kette und Kragen, Dekoration und Körper auseinander. Auf ihrer eigenen Website ist ihr Schaffen zu bestaunen. Ich mag diesen Grenzbereich zwischen Körperlichkeit, Bekleidung und Formung und versuche, mich diesem Thema im Film zu nähern. Janas Arbeiten finde ich deshalb auch sehr faszinierend, weil sie sich mit einem Detail dieser Formung beschäftigen, der nebensächlich wirken mag, aber eigentlich ein ganzes Erscheinungsbild bestimmen kann.

Alle Bilder © Jana Graf  http://janagraf.com/

In diesen Tagen ist die letzte Ausgabe des Filmmagazins SCHNITT erschienen, das mir sehr am Herzen liegt. Ich habe dort 2008/2009 ein halbes Jahr als Praktikantin gearbeitet und im Anschluss viele Rezensionen und andere Texte für das Magazin geschrieben. In dieser Zeit sind viele neue Freundschaften entstanden, viel Wissen und Ideen über das bewegte Bild wurden ausgetauscht und ich habe wahrscheinlich so viele Filme geschaut wie noch nie zuvor. Alles in allem eine inspirierende und wunderbare Zeit. Umso trauriger bin ich, dass der SCHNITT an sein Ende gelangt ist.

Verschiedene Gründe haben die Macher dazu bewogen, den Kampf für den guten Filmjournalismus aufzugeben. Mich ernüchtert es, dass solch ein unabhängiges und qualitätiv hochwertiges Projekt offenbar in Deutschland keine Chance hat, zu überleben. Irgendwie bin ich jetzt noch weniger motiviert, mich mit meiner großen Liebe Film Richtung Arbeitsmarkt zu bewegen. Aber man sollte nicht den Kopf hängen lassen, sondern dieses schöne letzte SCHNITT-Heft genießen. Das Thema der Ausgabe – passend zum Abschied – sind die letzten Einstellungen, die uns aus Filmen entlassen. Den Pinsel für die Illustrationen hat meine liebe Freundin Jenny Adam geschwungen. Wer sich noch einmal von der Qualität des SCHNITTs überzeugen möchte, kann sich das Heft hier bestellen.

Mach’s gut, SCHNITT, du wirst fehlen!

Vielleicht sah er einfach zu einsam aus an unserer Wohnungstür, der Jogi. Sein süffisantes Lächeln hat einen Fremden dazu eingeladen, eine Menge LOVE zu empfinden und seine Anhängerschaft für den 1. FC Köln kundzutun. Jogi wird es freuen, schließlich ist er auf dem Platz auch immer gern zu zweit. Ob die Ziege Hansi heißt?