Weg mit dem Kram!

Flohmarkt_1Bald bin ich hier weg und woanders. Deswegen ist es an der Zeit, mal ordentlich auszumisten und Zeug zu verscherbeln. Wegschmeißen ist für mich dabei allerdings keine Option, deswegen bleiben nur zwei Möglichkeiten: verkaufen oder verschenken. Das sind gute und schöne Möglichkeiten, die ich an dieser Stelle einmal gebündelt wiedergeben möchte.

Ersteres haben wir am Samstag ausprobiert. Beim Mainzer Krempelmarkt haben wir unseren mehr oder weniger abgedrehten Besitz zum Verkauf angeboten, darunter eine Button-Maschine, ein flauschiger Bademantel und ein River Phoenix-Fotobuch. Leider wurden wir die beiden letzteren nicht los, ansonsten hatten wir aber einen sehr erfolgreichen, sehr spannenden Samstag mit rund 480 Euro Einnahmen. Ein Stand mit vier Metern Länge kostet 25 Euro, ein Parkticket fünf Euro.

Das war Top:

• Nette Gespräche und Verhandlungsfreudigkeit (bei den meisten Leuten jedenfalls)

• Klamotten, Schmuck, Filme und CDs gingen super

• Blick auf den Rhein

• Sogar bis zum Ende um 16:00 Uhr kamen noch Leute und haben etwas gekauft

Das war Flop:

• Einmal auf dem Parkplatz kommt man so schnell erstmal nicht wieder runter, um eine zweite Fuhre Zeug einzuladen

• Viel Staub vom sandigen Gehweg an Gesicht und Körper, was irgendwann echt unangenehm war

• Überaus sozial untalentierte Flohmarktleitung vor Ort

Flohmarkt_2Über den erfolgreichen Verkauf der DVDs und CDs habe ich mich wirklich gewundert. Hätte nicht gedacht, dass an diesen Medien noch soviel Interesse besteht. Alles bin ich dabei leider nicht losgeworden, aber dafür gibt es andere Abnehmer: Bei Booklooker oder Momox kann man seine alten Bücher, Filme und Musikscheiben verscherbeln, wobei ersteres nur als Vermittlungsplattform zwischen Interessenten und Verkäufern funktioniert, zweiteres alle Medien für einen jeweiligen Preis ankauft und weiterverwertet.

Möchte man seinen Besitz lieber untentgeltlich loswerden oder reicht die Qualität zum Verkaufen nicht mehr aus, gibt es genug Möglichkeiten zum Spenden. Bücher wird man beispielsweise beim Oxfam, in den öffentlichen Bücherschränken (z.B. am Feldbergplatz und vor der vhs) oder beim Lomo los. Hier habe ich sogar einen Kaffee für meine Spende spendiert bekommen und mich dabei in ein eher schlechtes Buch vertieft. Hoffentlich werden meine gespendeten Bücher für bessere Pausen sorgen.

Mit Klamotten ist die Spende ja so eine Sache. Im Altkleidercontainer landet von mir wirklich nur noch das, was zum Wegschmeißen knapp zu schade ist. Am unterhaltsamsten sind natürlich Kleidertauschpartys unter Freunden, weil man dabei seine abgelegten Klamotten an geliebte Menschen weitergibt. Auch die Tauschpartys von Meenz Global sind eine gute Gelegenheit, den Kleiderschrank auszumisten. Es gibt aber auch eine Handvoll Vereine, die sich über aussortierte Kleidung freuen. Hier ist natürlich wieder Oxfam zu nennen, der gut erreichbar in der Mainzer Altstadt liegt und saisonal passende Spenden annimmt. Weitere Spendemöglichkeiten sind die Kleiderkammer des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Secondhand-Shop des Verbands zur Zusammenarbeit mit Osteuropa.

Wer dann seinen Kram noch nicht losgeworden ist, der sollte ohnehin sein Kaufverhalten überdenken!

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