Ein Herz für Video: Anna von Hausswolff

Eine Freundin postete einen Link zu einem Video und ich war hin und weg! „Mountains Crave“: eine glasklare Stimme, eine melodische Orgel, dazu goldene Bilder. Anna von Hausswolff heißt die junge Sängerin, geboren in Götheborg in eine Künstlerfamilie. Aus der Zeit gefallen ist nicht nur ihre Musik, deren Hauptbestandteil die Orgel ist, auch in ihren Musikvideos lebt sie den Hang zum Anachronismus.

Einfach, wie im heimischen Garten enstanden, grobkörnig, so sehen die Bilder aus, die sie zu ihrer mal schwermütigen, mal elfenhaft leichten Musik findet. Keine digitale Technik, die das Bild glättet. Die Ästhetik, die sich darin entfaltet: morbide, dunkel, sinnlich. Sie muss ein Fan der Romantik sein, ihre visuellen Geschichten stecken voller Natur-, Religions- und Vanitassymbole, schwanken zwischen Weltfremdheit und Realität, Bedrohlichkeit und Schönheit, Übersinnlichem und Konkretem. An den meisten Videos ist sie selbst beteiligt oder hat Familienmitglieder, Bekannte und Freunde eingespannt. So auch den Kameramann und Regisseur Anders Nydam, der den Entstehungsprozess ihres aktuellen Albums „Ceremony“ begleitet hat, das passenderweise in einer Kirche aufgenommen wurde. Dass dieses gerade auch noch bei City Slang, meinen liebsten Plattenlabel, erschienen ist, freut mich umso mehr. Ein Interview mit der Sängerin findet sich übrigens im aktuellen Interview Magazine.

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