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Archiv für den Monat Februar 2013

Immer diese fiesen Schreibtischtäter, die fast so böse sind wie die Mörder selbst und skrupellos im Leid der Opfer herumrecherchieren. Journalisten haben es nicht leicht in Deutschlands Krimi Nr. 1, dem Tatort. Sie sind hinterhältig, sensationsgeil, haben kein Herz und setzen sich permanent über polizeiliche Anweisungen hinweg. Ihr Verhalten ist berufsimmanent, positive Gegenbeispiele gibt es äußerst selten. Nun wusste schon Sergej Eisenstein, dass Film und Fiktion nichts mit der Wirklichkeit, aber dafür ganz viel mit der Wahrheit zu tun haben. Klar also, dass es Vereinfachungen, Überhöhungen und sogar Verzerrungen gibt – im Tatort ja auch besonders häufig in Form von Klischees auf Seiten der Täter oder Opfer. Die Wahrheit ist also demnach die, dass Journalisten allesamt Schmierfinken und Schmeißfliegen sind. So wünscht man sich doch Redakteure von fiktionalen Stoffen: Das Image des Berufs ist schlecht, also muss das auch im Tatort so dargestellt werden. Amüsant, dass sich Redakteure im weitesten Sinne auch als Journalisten bezeichnen und damit ihrer eigenen Zunft in den Rücken fallen. Dabei bietet das schwierige Verhältnis zwischen Polizei auf der einen und Presse auf der anderen Seite Stoff genug für eine eigene Tatortreihe. Siehe auch die gute amerikanische oder britische Auseinandersetzung mit dem Thema in The Wire oder State of Play. Ich erinnere mich auch den tollen Rostocker Polizeiruf 110, „Fischerkrieg“, von Ende Januar, in dem eine Journalistin mehr wusste als die Polizei und differenzierter gezeichnet war, als es so häufig der Fall ist.

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…sage ich ja schon seit einiger Zeit. Ich selbst liebäugele seit längerem mit einer Kappe im Stil der 20er Jahre. Außerdem hätte ich gerne einen Pillboxhut und solch fesche Kopfbedeckungen, wie sie die Damen aus Downton Abbey, Parade’s End und The Hour tragen. Man merkt hier doch sehr stark, mit welcher Art von Serie ich momentan gerne meine Zeit verbringe.

Bel_The-Hour Valentine Sylvia_and_Christopher Sylvia Mary Mary2Bisher habe ich noch nicht zugeschlagen, was aber vielleicht ganz gut war. Denn bei diesen mehr oder minder ausgefallenen Modellen von Pookaqueen juckt das Portemonnaie doch arg.

pookaqueen_01 pookaqueen_04 pookaqueen_05pookaqueen_06 pookaqueen_02 pookaqueen_03

Und für den Herren gilt ebenso: Mut zum Hut! Fragt Bogey!

Casablanaca

fastnacht_2013_01Rosenmontag – gefeiert! Faschingsdienstag – geschlafen! Aschermittwoch – gearbeitet! Kreppel/Pfannkuchen/Berliner und jeden Menge Spundekäs, Sekt und nochmals Sekt, Kamelle und auch Schwammtücher, die vom Himmel regneten. Poison Ivy, Piratin, Banana Man und der Brokkoli entern Mainz, auf den Wägen wird Politik gedroschen, aber keine Schavan. Schwellköpp und schlechte Musik, Polonaise geht am Ende immer.

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