DDRollin‘

Copyright: Harald Schmitt/farbfilm verleih

Jugend- und Subkulturen in der DDR, ein immer interessantes und noch lange nicht ausgeschöpftes Thema, das in den letzten Jahren in einigen Dokumentarfilmen behandelt wurde. Nach dem Punk (ostPUNK! Too Much Future, 2006, Regie: Carsten Fiebeler und Michael Boehlke) und dem HipHop/Breakdance (Here We Come, 2006, Regie: Nico Raschick) sind nun die Skater dran. This Ain’t California von Marten Persiel läuft ab heute in den Kinos und zeichnet den Weg dreier Freunde nach, in deren Leben das Skaten nicht nur ein Hobby war, sondern ein Weg, sich in ihrer Rolle als Jugendliche in der DDR zu definieren, in welche Richtung auch immer. Ich bin sehr gespannt auf den Film, der im Trailer einen poetischen Ton anschlägt, fast fiktional wirkt und sicherlich eine spannende Geschichte zu erzählen hat, die so über die DDR noch nicht erzählt wurde.

Ich frage mich, wie lange die fiktive Aufarbeitung dieser Themen noch auf sich warten lässt. In Wie Feuer und Flamme (2001, Regie: Connie Walther) wurde versucht, dem unterdrückten Punk in der DDR ein Denkmal zu setzen, das Ergebnis war aber mehr oder weniger einseitig und kitschig. Wo bleiben die anderen Filme, die vielschichtigen Erzählungen über HipHop und die Skater im realen Sozialismus? Gerade die Jugendkulturen bieten Möglichkeiten zu spannenden Geschichten über den Alltag in der DDR und dessen komplexes Geflecht aus Normalität und repressiven Strukturen, Unterordnung und Rebellion. Das dies systemübergreifend funktioniert, hat vor allem Sonnenallee (1999, Regie: Leander Haußmann) mit seiner Liebe zum Rock und Pop und seinen jugendlichen Charakteren gezeigt.

Hier der Trailer zum Film und ein Beitrag von Tracks auf Arte.

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