Geliebt werden

Marilyn Monroes Todestag jährte sich gestern zum 50. Mal. Man kann eigentlich nichts mehr über diese Frau schreiben, das nicht schon geschrieben worden ist. Trotzdem bleibt sie unergründlich. Das sie heute noch als Idol gilt, deren Reiz und sexuelle Anziehungskraft imitiert wird, ist mehr als fragwürdig. Ist sie nicht vielmehr ein Spielball männlicher Dominanz gewesen, die sie zu einem erotischen Frauenbild geformt hat, das auf Unterwürfigkeit und Unschuld basiert? Warum hat sie das Spiel mitgespielt, wenn doch auch immer wieder durchschimmerte, dass sie mehr sein kann und will, als nur die blonde Sexbombe? Es bleiben unbeantwortbare Fragen und einige wenige Filme, wie John Hustons The Misfits (Nicht gesellschaftsfähig, 1961), die Marylin Monroe vielleicht am ehesten so zeigen, wie sie wirklich war: Eine Mischung aus Rolle und darunter versteckter verletztlicher Menschlichkeit, die keinen Platz in einer Gesellschaft der Eindeutigkeiten hat.

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