Am Ende des Rollfelds

Gestern ist an seinem 91. Geburtstag der französische Filmemacher und Künstler Chris Marker verstorben. Mit seinen Essayfilmen, die Mediengrenzen überschreiten, Fotografie, Objekt- und Videokunst einbeziehen, hat er sich der Erkundung menschlicher Erinnerung und ihrer Materialität gewidmet. Mir gefällt daran der poetische Bezug zu menschlichen Grundkonstanten wie Liebe und Tod, sein Umgang mit Erinnungsstücken und Bruchteilen, die sich in den Filmen zu Bildern über Persönlichkeiten, Geschichten und das Erzählen zusammenfügen.

Bekanntheit erlangte Marker mit seinen Werken La Jetée (Am Rande des Rollfelds, 1962) und Sans Soleil (Sans Soleil – Unsichtbare Sonne, 1983). Fritz Göttler hat für die Süddeutsche Zeitung einen Nachruf verfasst. Markers Film Junkopia (1981) findet sich auf ubu.com. Nicht zuletzt ist auch das Blog über den Künstler lesenswert. Hoffentlich kann es sein Schaffen in guter Erinnerung halten.

La Jetée auf YouTube

2.8.: Da wurde schnell reagiert und das Video gelöscht! Seltsam, dass erst nach dem Tod des Künstlers das Netz nach seinem Werk durchforstet wird. Hier ein anderes Andenken:

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