Filmsachen #4: Birgit Minichmayr in Alle Anderen

Gitti und Chris machen Urlaub, doch anstatt fern vom Alltag abzuschalten, schlagen die sonst unterdrückten Gedanken hier mit voller Wucht zu. Was, wenn ich ihr nicht männlich genug bin. Was, wenn zu ihm eine Andere viel besser passen würde. Bei den anderen Paaren klappt es doch auch so gut mit der Rollenverteilung. Und dann ist da noch dieser weiße Raum voller kleiner Glasfiguren in ihrem Ferienhaus, dem Sommerdomizil von Chris‘ Mutter.

Immer noch der beste Befindlichkeitsfilm der letzten Jahre und eine große schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller. In der Kleidung von Birgit Minichmayrs Figur spiegeln sich zwei Sehnsüchte, eine nach Zugehörigkeit, nach Anpassung und Geborgenheit, und eine nach rebellischem Anderssein, nach Verkleidung und Maskerade. Spießig im braunen Sommerkleid und ungleich unangepasster im gelben Kostüm, das einmal Chris‘ Mutter gehörte.

Alle Anderen (Deutschland 2009, Regie: Maren Ade, Kostümbild: Gitti Fuchs)

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