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Archiv für den Monat Januar 2012

Rückblick #2, verspätet wegen akuter Rutscherei ins neue Jahr 2012. Vielleicht wird dieses ja ein bisschen weniger apokalyptisch als das letzte, zumindest im Kino. Zu Beginn von 2011 war es mein guter Vorsatz, mehr ins Kino zu gehen und als mich der Magisterstress noch nicht so in der Mangel hatte, hat das auch recht gut funktioniert. Dann aber hat meine cineastische Disziplin wieder nachgelassen. Jedenfalls fand ich das, was ich dann doch im Lichtspielhaus konsumierte, zumeist sehr amüsant bis bedrückend und anrührend. Und immer am Rande des irdischen Abgrunds taumelnd. Selten habe ich so viele Filme gesehen, die sich mit der Entstehung der Erde, dem Sinn des Lebens/der Liebe/des Leidens, dann mit dem Zerfall der Zivilisation und schließlich mit dem Weltuntergang beschäftigen. Alles in allem eine ziemlich fatalistische Sicht auf die Dinge, könnte man meinen, die angesichts der globalen Krisen, Kriege und Rebellionen sogar noch reales Futter bekommt. Da sollte man aber nicht zuviel hineinlesen, vorhergesehen hat dieses turbulente letzte Jahr sicherlich niemand, auch kein Regisseur. Trotzdem ist es bezeichnend für die Kunst, dass sich so viele Filmemacher offensichtlich wieder mit den großen Fragen auseinander setzen und sie in Bilder gießen, die uns glücklich, nachdenklich oder traurig machen.

Meine Top Ten 2011:

1. Another Earth – Regie: Mike Cahill

2. Blue Valentine – Regie: Derek Cianfrance

3. 127 Hours – Regie: Danny Boyle

4. Pina – Regie: Wim Wenders

5. Schlafkrankheit – Regie: Ulrich Köhler

6. Le Havre – Regie: Aki Kaurismäki

7. Beginners – Regie: Mike Mills

8. The King’s Speech – Regie: Tom Hooper

9. Perfect Sense – Regie: David Mackenzie

10. Melancholia – Regie:Lars von Trier

Und wieder so viel verpasst: Die Haut in der ich wohne, Auf halber Strecke, Contagion, Sommer in Orange, Nader und Simin. Der Vorsatz für 2012 steht also fest…