Filmsachen #1: Gena Rowlands in Opening Night

Die alternde Schauspielerin Myrtle Gordon muss den Unfalltod eines Fans miterleben und sieht sich daraufhin mit ihrer eigenen Lebenskrise konfrontiert. Ist sie zu alt für diesen Beruf? Werden die Zuschauer ihr die Rollen noch glauben? Hätte sie vielleicht etwas ganz anderes mit ihrem Leben anfangen sollen? Vor der ersten Aufführung ihres neuen Stückes schließen sich all diese Frage über ihrem Kopf zu einem dichten Gewebe aus Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zusammen.

Gena Rowlands gibt der Figur ein Gesicht zwischen Arroganz und Depression, was sich in ihrer Garderobe spiegelt: klassisch geschnittene Kleider in Schwarz, große Sonnenbrillen, elegante Pelzmäntel. Doch diese Mode wirkt bei ihr zurückgenommen, besetzt mit einem grauen Schleier aus Traurigkeit, den auch der Charakter Myrtle mit sich herumträgt. Ein Kleiderschrank für eine Frau, die in all der Präsenz und Auffälligkeit, die ihr Beruf verlangt, sich selbst verloren hat.

Opening Night (1977, Regie: John Cassavetes, Kostümbild: Aleka Corwin)

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